14. August 2003: Fahrt von Seydisfjördur zum Kverkfjöll

REISEBLOG ISLAND 2003

 

Nach der Ankunft der Fähre um 8:00 Uhr in Seydisfjördur mussten wir zunächst durch den Zoll. Das bedeutete unter anderem, dass wir nach mitgebrachten frischen Lebensmitteln durchsucht wurden, da deren Einfuhr nach Island grundsätzlich verboten ist. Leider hatten wir dies komplett vergessen und geräucherten Lachs und Käse aus Bleie mitgenommen. Hätten wir doch alles auf der Fähre aufgegessen. Doch nun mussten wir die Köstlichkeiten abgeben, aber erst, nachdem wir uns den Bauch so richtig vollgeschlagen hatten.

 

Danach mussten wir noch Dieselgebühr bezahlen, da der Diesel in Island nahezu steuerfrei ist. Für jeden geschätzten Liter Diesel, den wir voraussichtlich auf der Reise verbrauchen werden, mussten ca. 50 Cent im voraus bezahlt werden.

 

Schließlich konnten wir um etwa 8:50 Uhr unsere Fahrt starten. Gleich zu Beginn, an der ersten Steigung, bin ich ziemlich erschrocken, weil eine rote Warnleuchte am Armaturenbrett aufleuchtete und ich deren Bedeutung nicht herausfand. Doch einige Zeit später, nach einem Blick auf die Tankanzeige, wurde mir klar, dass es nur die Tankwarnanzeige war, die wegen der großen Steigung früher warnte als normal. Wir hatten bewusst in Bergen nicht aufgetankt, da der Diesel in Island doch um einiges billiger ist.

 

Nach 31 km Fahrt über einen kleinen, 630 m hohen Pass, erreichten wir um 9:50 Uhr eine Tankstelle in Egilstadir. Dort machten wir gleich einen Großeinkauf an Lebensmitteln im daneben gelegenen Supermarkt, ehe wir um 10:50 Uhr Richtung Westen auf die Ringstraße 1 zur Weiterfahrt aufbrachen.

 

Da wir seit der Ankunft in Island noch nichts gegessen hatten, machten wir um 11:20 Uhr bei Kilometer 62 eine einstündige Frühstücks/Mittagspause. Weiter ging es also um 12:20 und bereits um 12:45 bogen wir von der Ringstraße 1 nach links ab in den Jökuldalsvegur Richtung Kverkfjöll. Die schöne Straße war nun zu Ende und wir nahmen die erste Piste (F907) in Angriff.

 

Um 14:25 Uhr erreichten wir die Kreuzung mit der F905 (Kilometer 138), die von Norden aus der Gegend um den Dettifoss kommt. Wir bogen nach links Richtung Süden ab.

 

Die erste Flussüberquerung machten wir um 15:00 Uhr. Gott sei Dank gab es eine Brücke, denn die direkte Querung des reißenden Flusses wäre nicht möglich gewesen.

 

Um 15:45 Uhr passierten wir den Abzweig einer Abkürzungsstrecke Richtung Askja.

 

Die erste Flussdurchfahrt erwartete uns um 16:10 Uhr. Für unseren 7,5 t LKW war sie aber wirklich kein Problem.

 

Den Abzweig der F902 Richtung Askja passierten wir gegen 16:45 Uhr bei Kilometer 175, und um 17:35 erreichten wir die Kverkfjöll Lodge (Kilometer 219). Dort gab es einen Stellplatz für unseren LKW und wir machten es uns gemütlich.

 

Das Wetter auf der gesamten Fahrt war sehr schön - es gab jedoch vor allem gegen Abend einen heftigen Wind, der sich in den letzten Flusstälern zu einem regelrechten Sandsturm steigerte.

 

Am Abend haben wir uns noch die Kverkfjöll Lodge angeschaut und uns über die für den nächsten Tag geplante Tour hinauf auf das Kverkfjöll informiert.

 

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