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19. Juni 2018: Stockholms Schärengarten

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SCHWEDEN

SOMMER 2018

23.07.2018:

Hopperstad bis Bleie

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Heute stand der Schärengarten von Stockholm auf dem Programm.

Im September 2012 hatten wir anlässlich des Besuches des Rohrer Gesangvereins bereits eine Schärenfahrt von Stockholm aus unternommen und, wie wir erst heute bemerkten, auch in Vaxholm angelegt. Als wir damals die Fähre sahen, die die Autos von Vaxholm nach Rindö bringt, haben wir beide gedacht, hierhin müssten wir einmal mit unserem Wohnmobil fahren und uns die Gegend von der Landseite aus anschauen. Nun ist es Wirklichkeit geworden und wir setzten mit eben dieser Fähre von der Insel Värmdö auf die Insel Rindö über - übrigens wie auf den Åland Inseln kostenlos. Eigentlich wollten wir uns vorher noch Vaxholm anschauen, aber es war noch stark bewölkt am Morgen und so begnügten wir uns mit einer kurzen Rundfahrt mit dem Auto.

Zwischen den beiden großen Inseln Värmdö und Rindö liegt die kleine Insel Vaxholmen, auf der sich die Festung Vaxholm befindet. Sie war zusammen mit der Rindö Redutt, der Festung Frederiksborg und der Festung Oscar-Frederiksborg früher von strategischer Bedeutung für die Verteidigung von Stockholm.

Deshalb hier einige Informationen dazu:

 

Wie man auf der Karte sieht, gibt es zwei Möglichkeiten, mit Schiffen Richtung Stockholm zu fahren:

- Meerenge zwischen Vaxholm und Rindö (Kodjupet)

- Meerenge bei Oskar-Fredriksborg (Oxdjupet)

Bis zum 18. Jahrhundert hat man beide durch die Festungen Vaxholm und Fredriksborg verteidigt. Dann hat man den Oxdjupet so weit zugeschüttet, dass keine Schiffe mehr passieren konnten und hat die Meerenge von Vaxholm durch die erweiterte Festung Vaxholm und durch Rindö Redutt verteidigt. Als die Schiffe größer wurden, konnten diese die Meerenge bei Vaxholm nicht mehr passieren. Also musste man den Oxdjupet wieder vertiefen, damit die größeren Schiffe nach Stockholm fahren konnten. Als Konsequenz daraus wurden die Festung Oskar-Fredriksborg gebaut.

 

Die Festung Vaxholm  wurde im Jahr 1548 erbaut und im Jahr 1604 zusätzlich verstärkt. 1833 erfolgte ein vollständiger Umbau, welcher der Festung ihr heutiges Aussehen gab.

Im Westen der Insel Rindö, direkt oberhalb der Festung Vaxholm, befindet sich das Fort Rindö Redutt. Es wurde zwischen 1858 und 1863 als Ergänzung der Festung Vaxholm erbaut. Tiefe Gräben umgeben das Fort und seine Lage ermöglichte Kanonenfeuer in alle Richtungen.

 

Die Festung Fredriksborg ist eine Befestigungsanlage am Oxdjupet. Sie besteht aus einem Turm, einer Strandbefestigung und Innenhöfen. Die Anlage war ein Teil der Verteidigungs-anlagen, welche nach den Russischen Verwüstungen im Jahre 1719 an der schwedischen Ostküste errichtet worden waren, um Stockholm zu schützen.

Die Festung wurde im Jahr 1735 fertiggestellt und erhielt den Namen Fredriksborg nach König Fredrik I. Zu ihrer Zeit war es eine der stärksten Festungen Europas. Sie wurde während des 19. Jahrhunderts durch die umgebaute Festung Vaxholm ersetzt. Gleichzeitig wurde Oxdjupet mit Unterwasserhindernissen unpassierbar gemacht.

 

Als die Schiffe zu groß wurden, um die enge Fahrtroute vor der Festung passieren zu können, wurde der vorher unpassierbar gemachte Oxdjupet wieder freigebaggert und gleichzeitig die Festung Oscar-Fredriksborg an der neuen Fahrtroute errichtet. Die Festung Vaxholm verlor nun immer mehr an militärischer Bedeutung.

Oskar-Fredriksborg wurde in den Jahren 1870 bis 1877 errichtet und hat ihren Namen von dem Ort Oscar-Fredriksborg, welcher sich ganz in der Nähe befindet. Seit dem Jahr 2002 ist die Festung vom Statens fastighetsverk als staatliches Byggnadsminne ausgewiesen.

 

Oscar-Fredriksborg wurde mit Nitroglycerin in den Fels gesprengt und gilt als die verborgene Festung. Der obere und der untere Teil der Festung sind durch einen 100 m langen Tunnel miteinander verbunden. Im oberen Bereich gab es drei Kanonen mit 24 cm Durchmesser, im unteren zwei kleinere. Die Festung war bis 1930 in voller Benutzung.

 

Nun zurück zum Reisebericht:

Nachdem wir den Kodjupet mit der kostenlosen Fähre überquert hatten, besichtigten wir zunächst Rindö Redutt. Wie beschrieben handelt es sich um eine Ergänzung zur Festung Vaxholm, hoch über dem Kodjupet und sicherte die Meerenge mit seinen Kanonen. Nach kurzer Weiterfahrt überquerten wir mit einer ebenfalls kostenlosen Fähre den Oxdjupet. Die Besichtigungen der Festungen Fredriksborg und Oscar-Fredriksborg (auf der Rückfahrt) waren sehr eindrucksvoll.

Auf der Weiterfahrt durch das Schärengebiet machten wir es uns zur Regel, in nahezu jede Nebenstraße abzubiegen, wodurch wir meist zu abgelegenen, malerischen Küstenabschnitten gelangten. Die Landschaft - auch im Inneren der Inseln - ist sehr lieblich und beruhigend. Es war wenig Verkehr und vor allem auf den Nebenstraßen war es oft so, dass wir uns am Ende der Welt fühlten. Ich hätte nicht erwartet, eine so abgeschiedene, nahezu einsame Gegend etwa 20 bis 30 km von Stockholm entfernt vorzufinden.

Astrid hatte uns auf "Artipelag" aufmerksam gemacht, ein besonderes Gebäude in der Nähe von Gustavsberg, in dem Ausstellungen stattfinden, das aber auch in einem herrlichen Küstengebiet liegt, in dem Skulpturen in der Landschaft ausgestellt sind. Ein landschaftlich sehr schöner Wanderweg führt von einer Skulptur zur nächsten.

Am Abend konnten wir noch am östlichen Ende der Straße die Tallink-Fähre beobachten, ehe wir zu einem schön gelegenen Campingplatz zurückfuhren, den wir vorher entdeckt hatten. Was uns überrascht hat, dass es außer diesem Campingplatz keinen weiteren im ganzem Schärengarten gibt, mit Ausnahme der Campingplätze am Rand von zwei Städten.

 

Am nächsten Tag (20. Juni) fuhren wir über Vaxholm zurück auf die Autobahn nördlich von Stockholm und vorbei am Flughafen Arlanda über Uppsala, Gävle, Falun, Rättvik nach Viborg.

Es war eine ruhige, sehr schöne Reise mit vielen neuen Eindrücken. Wir werden sie wohl in einem der nächsten Jahre, vielleicht in Verbindung mit einem Besuch von Gotland, wiederholen.

 

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