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19. Juli 2018: Atlantikstraße und Trollkirche

REISEBLOG

SCHWEDEN

SOMMER 2018

23.07.2018:

Hopperstad bis Bleie

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Die Atlantikstraße (Atlanterhavsvegen) ist ein Abschnitt der norwegischen Reichsstraße 64  zwischen Molde und Kristiansund. Auf der Kartendarstellung sieht man, dass von Kristiansund im Nordosten ein Tunnel unter dem Meeresarm auf eine große Insel führt, die weiter im Westen über die Atlantikstraße wieder mit dem Festland verbunden ist. Durch den Bau von acht Brücken zwischen den Inseln der Inselkette entstand zwischen 1983 und 1989 eine durchgehende Straßenverbindung. Sie ersetzte eine früher bestehende Fährverbindung.

 

2005 wurde die Atlantikstraße zum „norwegischen Bauwerk des Jahrhunderts“ erklärt.

 

Wir haben auf einem Campingplatz auf einer Insel direkt gegenüber der Atlantikstraße übernachtet und am Morgen eine Rundwanderung um die Insel unternommen. Auf der Karte sieht man den genauen Wanderweg und die nachfolgende Diashow enthält nur Bilder dieser Wanderung.

 

Die Trollkyrkja ist ein ganz besonderes Naturphänomen. Es handelt sich nämlich um 2 Wasserfälle, die sich in einer Grotte im Inneren des Berges befinden.

 

Wir sind relativ spontan zu dieser Tour aufgebrochen - im Internet hatte ich vor einiger Zeit ein Video darüber gefunden, aber keine näheren Angaben über die Wanderung dorthin. Es stellte sich heraus, dass die Tour zur Trollkyrkja etwa 3,5 km lang ist (hin und zurück also 7km) und dass ein Höhenunterschied von über 400 m zu bewältigen ist.  Hätte ich es vorher gewusste, wäre ich vermutlich nicht losgelaufen, denn meine Achillessehne macht nach wie vor große Probleme - am Morgen konnte ich am Campingplatz nur zur Toilette humpeln. Aber einmal unterwegs habe ich die Zähne zusammen gebissen und habe mich mit meinen Treckingsandalen den steilen Anstieg hinaufgequält.

 

Ich hätte wirklich etwas ganz besonderes versäumt, wenn ich abgebrochen hätte. Zwar wäre ich am Ende fast nicht zurück zum Auto gekommen, da durch die Fehlbelastung wegen der Schmerzen im linken Fuß die Muskeln im anderen Bein versagten. Aber am Ende war ich glücklich und zufrieden, dieses außergewöhnliche Naturphänomen gesehen zu haben.

 

Nach dem Aufstieg gelangt man zum Eingang eines Höhlenganges. Durch diesen Gang, den offensichtlich das Wasser heraus gewaschen hat, erreicht man den unteren Wasserfall. Der Gang ist schätzungsweise einige hundert Meter lang und es ist daher stockfinster im Inneren. Unterwegs hatten uns andere Wanderer bereits darauf hingewiesen, dass man eine kräftige Taschenlampe, am besten eine Stirnlampe benötigt, um ans Ziel zu kommen. Aber wozu gibt es Handys. Sie haben bekanntlich eine Taschenlampenfunktion und so haben wir uns damit beholfen. Zwar hat man dann nicht beide Hände frei, was dazwischen eigentlich notwendig ist, denn man läuft in einem Bachbett mit großen Felsbrocken und an einigen Stellen wird der Gang ganz schön eng. Wir sind aber mit Vorsicht und Geduld an das Ende des Ganges gelangt, wo es plötzlich hell wurde, da Licht von oben eindrang. Aus einem Loch in der Decke stürzte ein kleiner Wasserfall in einen malerischen Kessel im Berg. Die Wände und der Boden  aus Kalkstein und Marmor schillerten in blau und türkis und wir kamen uns wie in einer Märchenwelt vor.

 

Es waren ziemlich viele Wanderer unterwegs, aber da wir erst am Nachmittag aufgebrochen waren, sind die meisten schon auf dem Rückweg gewesen, als wir aufstiegen. Aus diesem Grund waren wir nach einer kurzen Wartezeit, bis die Wanderer vor uns den Kessel verließen, für längere Zeit ganz allein in dieser zauberhaften Umgebung.

Nachdem wir uns schließlich vom Bann der Grotte lösten, mussten wir uns den dunklen Gang zurück arbeiten. Gott sei Dank hat der Akku des Handys durchgehalten und wir sind wieder glücklich draußen angekommen.

 

Nach einem kurzen Aufstieg gelangten wir dann an die obere Öffnung der Grotte und konnten den Wasserfall und den Bergkessel von oben einsehen. Hier gab es auch eine Leiter, über die man direkt an das obere Ende des Wasserfalles gelangte und gleichzeitig in eine weitere, vielleicht noch schönere Grotte, in der sich ein weiterer Wasserfall befand. Er kam direkt aus einer Spalte in der Marmorwand und ließ durch seine Lichtreflexionen die Wände der Grotte in allen Farben funkeln. Christine wollte nicht über die Leiter hinabsteigen und so war ich zunächst allein an diesem zauberhaften Ort. Wieder oben konnte ich sie aber überzeugen, dass sie unbedingt auch hinab steigen musste und sie hat sich überwunden und es nicht bereut.

Wie bereits beschrieben war der steile Abstieg für mich ziemlich hart und schmerzhaft, aber ich habe es schließlich doch geschafft.

 

Am Parkplatz standen 2 holländische VW-Busse und nachdem die Besitzer uns informierten, dass sie die Nacht hier verbringen wollten, um am nächsten Morgen die Tour zu machen, haben wir uns kurz entschlossen dazu gestellt und so die Campingplatzgebühren gespart.

Gegen Mittag sind wir dann zur Fahrt über die Atlantikstraße aufgebrochen. An der größten Brücke haben wir Halt gemacht und ich habe einen Flug mit dem Copter unternommen. Zwar war der Himmel dick bewölkt, aber es herrschte nahezu kein Wind, wodurch es kein Problem war mit dem Copter zu fliegen.

Anschließend sind wir hinaus Richtung offenes Meer gefahren und ich konnte die Küstenlandschaft bei Ebbe aus der Luft festhalten

 

Die nachfolgende Diashow zeigt den eben beschriebenen Abschnitt, während das dahinter folgende Video eine Zusammenfassung aus Wanderung und Atlantikstraße enthält

Trollkyrkja

Atlantikstraße

 

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