LOGO

Neusinger  -  Foto  -  Video

REISEBLOG

SCHWEDEN

SOMMER 2019

 

Der Beginn dieser Reise stand unter keinem guten Stern.

Eigentlich wollten wir Mitte Mai nach Schweden fahren und nach einem kurzen Aufenthalt in unserem Haus weiter reisen zu den Lofoten. Da mein Rücken aber immer noch große Probleme machte und mein Orthopäde in Schwabach mir dringend empfahl, einen Termin in der Erler-Klinik zu vereinbaren, um die Notwendigkeit einer Operation prüfen zu lassen, war eine Verschiebung der Abreise unvermeidbar.

Dazu kam, dass die Hormontabletten, die Christine wegen ihrer Krebserkrankung einnehmen muss, sich auf Knochen und Nerven auswirken, wodurch ein längeres Sitzen im Auto für sie nahezu unmöglich ist.

Vor Anfang Juni war leider kein Untersuchungstermin in der Erler-Klinik zu bekommen und zu allem Überfluss bekam ich in der Nacht zum 2. Juni ähnliche Beschwerden wie bei meinem Herzinfarkt vor 11 Jahren. Wir riefen den Notarzt und ich wurde ins Kankenhaus in Neuendettelsau eingeliefert. Gott sei Dank war es kein Herzinfarkt, aber die Herzkathederuntersuchung ergab, dass sich vor und hinter dem vor 11 Jahren implantierten Stent Verstopfungen gebildet hatten. Es wurde deshalb ein neuer Stent eingesetzt und im August folgt wahrscheinlich ein weiterer.

Kaum war ich wieder zu Hause, hat mich Christine mit ihrer Sommergrippe angesteckt. Sie ist bei mir so heftig aufgetreten, dass ich heute – nach fast drei Wochen – noch darunter leide.

Matthias hatte bereits vor den ganzen Erkrankungen einen Flug nach Schweden für den 30. Juni gebucht, um uns für knapp 3 Wochen zu besuchen. Aber am 24. Juni lag ich mit Husten, Bronchitis und stark geschwächt noch im Bett. Am Wohnmobil musste noch einiges hergerichtet werden und natürlich stand noch die Packerei an. Wir hatten die Fähre Rostock-Trelleborg für den 26. Juni bereits gebucht, andernfalls wären wir vor Matthias nicht in Viborg angekommen.

Irgendwie sind wir dann doch noch am Nachmittag des 25. Juni bei 34°C losgekommen.

 

Wegen Christines Krebserkrankung wurde von Arzt und Physiotherapeut empfohlen, mindestens einmal pro Woche eine Lymphdrainage durchzuführen. Dies in Schweden von Deutschland aus zu organisieren, stellte sich als ziemlich schwierig heraus. Landstinget – die schwedische Gesundheitsorganisation – war sehr hilfsbereit bei der Organisation von Terminen bei Physiotherapeuten, teilte uns aber mit, dass es in Schweden eigentlich nicht üblich sei, nach einer Krebsoperation eine regelmäßige Lymphdrainage durchzuführen. Auch unser Freund Jörg Teichert (Oberarzt am Krankenhaus in Mora, Kardiologe) sagte uns, dass er zwar einen ersten Termin mit einer Physiotherapeutin am Krankenhaus arrangieren kann, dass danach aber erst nach 4 Wochen ein weiterer Termin möglich sei. Da wir nur 4 Wochen bleiben können, ist dies auch nicht hilfreich.

Wegen dieser Schwierigkeiten sind wir zu dem Schluss gekommen, uns selbst zu helfen. Die Physiotherapeuten in Schwabach haben sich bereit erklärt, mir zu zeigen, wie ich eine Lymphdrainage bei Christine selbst ausführen kann und ich habe mir ein Buch mit theoretischen und praktischen Anweisungen zur Durchführung einer Lymphdrainage gekauft, die es mir ermöglichen, meine Frau während des Aufenthaltes in Schweden zu behandeln. Auf diese Weise sind wir zeitlich und räumlich unabhängig von anderen.

 

 

IMPRESSUM

Login in den privaten Bereich