Der Wetterbericht hatte ausnahmsweise recht. Am späten Vormittag kam die Sonne heraus und es war den Rest des Tages und auch in der Nacht wolkenlos.

Trotzdem haben wir in Ruhe gefrühstückt und sind erst gegen 11:30 Uhr losgefahren. Das Klappern an der Vorderachse des Golf wurde übrigens von der Werkstatt beseitigt, so dass wir relativ risikolos die gut 100 km zu unseren Freunden Silvia und Jörg in Angriff nehmen konnten. Sie hatten uns zu einem Besuch in ihr herrliches Wochenend/Ferienhaus in Sunnanå direkt am See  eingeladen, wo sie gerade 2 Wochen Winterurlaub verbrachten.

Die Strecke führt auf dem Inlandsvägen - der Hauptstraße nach Norden Richtung Östersund - zunächst bis Emådalen, zweigt dann aber auf eine Schotterstraße quer durch den Wald Richtung Nord-West ab. Die Straße war sauber geräumt und gut befahrbar. Der Schnee auf dem darunter liegenden Eis war griffig und so konnten wir größtenteils die erlaubten 70 km/h

auch fahren. Auf den gut 40 km Waldstraße ist uns kein einziges Auto begegnet.

Im ersten Teil folgt die Straße dem  Flusstal des Emån. Etwas nördlich des Bosfallet (Mittelding zwischen Stromschnelle und Wasserfall) haben wir angehalten und ich habe einen Rundflug mit der Drohne unternommen. Von oben konnte man den Fluss sehr gut erkennen, obwohl er weitestgehend zugefroren und verschneit war (Siehe Video und Bilder). Bei der Landung ist mir dann allerdings ein Missgeschick passiert. Ich habe den Copter manuell ganz weich gelandet und normalerweise gehen nach dem Aufsetzen die Motoren automatisch aus. Diesmal aber nicht. Vermutlich haben die Bodensensoren wegen des Schnees nicht erkannt, dass der Copter sich bereits am Boden befindet. Da die Motoren bisher immer automatisch abschalteten, wusste ich nicht, wie man sie manuell abstellt. Ich nahm an, dass das Abschalten genauso geht wie das Einschalten, was zur Folge hatte, dass der Copter wieder startete und voll gegen den daneben stehenden Golf flog. Dabei gingen 3 Propeller zu Bruch. Nach unserer Rückkehr habe ich neue Ersatzpropeller montiert, weiß aber noch nicht, ob der Copter wieder normal fliegt. Dies werde ich in den nächsten Tagen testen.

Die Weiterfahrt führte uns dann höher hinauf und die tief verschneiten Bäume wurden immer malerischer. Wir glaubten, wir wären in einem Wintermärchen.

Um 14:15 Uhr kamen wir schließlich bei unseren Freunden an und wurden herzlich empfangen. Wir verbrachten einen sehr schönen Nachmittag und Abend zusammen, bei angeregten Gesprächen und gutem Essen.

Um 21:20 Uhr machten wir uns auf den Rückweg. Zunächst überlegten wir, aus Sicherheitsgründen die Hauptstraße über Älvdalen zu fahren (40 km Umweg), aber dann entschlossen wir uns doch, den gleichen Weg  zurück zu nehmen. Wir vereinbarten, nach unserer Rückkehr bei unseren Freunden anzurufen und falls wir uns innerhalb 3 Stunden nicht melden würden, sie nach uns suchen sollten. Im Falle einer Panne im Bereich eines Handy-Funkloches wären wir sonst festgesessen, bis am nächsten Tag wieder ein Auto gekommen wäre.

Es gab aber keine Probleme und wir haben die gut 100 km in weniger als einer Stunde und 45 Minuten zurückgelegt. Mit einem guten Whisky haben wir abschließend auf den herrlichen Tag angestoßen.

 

13. Februar 2018: Ausflug zu unseren Freunden nach Sunnanå

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