Das hatte zur Folge, dass es ein sehr schwieriger und langsamer Lauf wurde, da selbst die Spitzenläufer am Anfang des Feldes streckenweise im Tiefschnee ohne vorhandene Loipe laufen mussten. Ganz zu schweigen von den mehr als 10 000 Läufern weiter hinten. Ihre Bedingungen waren natürlich noch weitaus schlechter.

 

Im Übrigen hatten wir zwei Einladungen zum Abendessen.

Zum Einen kamen unsere Freunde Silvia und Jörg Teichert - Jörg war mein betreuender Arzt hier in Schweden kurz nach meinem Herzinfarkt und wir hatten uns angefreundet und pflegen diese Freundschaft, wenn wir uns in Schweden aufhalten.

Zum Anderen hatten wir unsere Nachbarn Gunilla und Lasse eingeladen, als kleines Dankeschön für die Unterstützung beim Schneeräumen und Grasmähen.

 

Unser Freund Peter Mayer kam außerdem mit dem Zug den langen Weg aus Weißenbronn in der Nähe von Rohr für 3 Tage zu uns zu Besuch, um den Vasalauf einmal als Zuschauer zu erleben - er hat ihn bereits 10-mal erfolgreich absolviert.

 

Schließlich mussten wir zum Abschluss der Reise einen "Zwangsaufenthalt" in Stockholm einlegen, da wir den Rückflug nach Deutschland für den 14. März gebucht hatten, ab dem 13. März aber wegen Bauarbeiten keine Zugverbindung nach Stockholm verfügbar war. Also fuhren wir bereits am 12. März nach Stockholm und hatten Zeit für eine Besichtigung dieser herrlichen Stadt.

 

Reiseüberblick

 

Eigentlich wollten wir - wie die Jahre vorher - gegen Ende Januar in unser Haus nach Viborg fahren und etwa 7 Wochen bleiben.

Da Christine aber zahlreiche Termine bei Ärzten und Physiotherapeuten hatte und wir nicht wussten, wie lange es ratsam ist, die professionelle Lymphdrainage zu unterbrechen, haben wir uns entschlossen, erst am 11. Februar nach Schweden zu fahren und den Aufenthalt auf etwas über 4 Wochen zu beschränken. Die Lymphdrainage habe ich in dieser Zeit übernommen und am Ende des Schwedenaufenthalts werden wir vielleicht sehen, ob in Zukunft auch längere Reisen ohne professionelle Lymphdrainage möglich sein werden. Das Alter fordert halt seinen Tribut.

 

Offensichtlich bedingt durch den Klimawandel war diese Winterreise ein Aufenthalt nahezu ohne Schnee. Januar und Februar waren mit Ausnahme von wenigen Tagen in ganz Dalarna schneelos. Da es im Dezember relativ kalt war, hatte sich eine dicke Eisschicht auf dem Orsa-See gebildet, die es in Verbindung mit dem fehlenden Schnee möglich machte, darauf die Eissegel-Europameisterschaft auszutragen.

 

Was den Vasalauf angeht, hatten wir uns schon auf ein 90 km langes, weißes Band inmitten einer schneelosen Landschaft eingestellt, als in der Nacht vor dem Lauf kräftiger Schneefall einsetzte und nahezu 20 cm Tiefschnee bescherte.

 

REISEBLOG

SCHWEDEN

WINTER 2020

 

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